AUSSTELLUNG

I AM TOO BIG FOR THIS HOUSE

Ein Rauminstallation von Lilly Braatz

In der Rauminstallation „I AM TOO BIG FOR THIS HOUSE“ setze Sie sich mit den, den Medien inhärenten Rahmen und Begrenzungen auseinander.

Das Haus wird dabei zur vielschichtigen Metapher: Es steht für den Bildrahmen, für architektonische Strukturen, aber auch für innere Räume. Es hat schützende Eigenschaften, aber es kann auch einschränken, zu klein werden, ungünstig geschnitten, Toilette auf halber Treppe, Badewanne in der Küche, Schimmel im Keller und Linoleum Boden mit Holzoptik.

Die Arbeit nimmt sich nicht vor diese „Häuser“ aufzulösen, vielmehr versucht Lilly Braatz mithilfe ihrer Medien die Eigenschaften derselben zu erproben und miteinander in Kontext zu setzen.

Während sich die Zeichnung, in Ihrem Entstehungsprozess schnelllebig und spontan, mit alltäglichen Momenten beschäftigt. Nimmt sich die Malerei, auch aufgrund der anderen Zeitlichkeit, einzelne Momente vor, die wie Filmstills, immer auch auf ein davor und danach verweisen. Beide Medien kommen miteinander in Kontakt und stehen sich in Ihrer Unterschiedlichkeit gegenüber. Die Zeichnungen, ursprünglich im Din A4 Format, werden vervielfältigt, großgezogen, weit über die Originalgröße hinaus. Indem sie direkt an die Wand tapeziert werden, eignen sie sich den Raum als neues „Haus“ an, reagieren auf dessen Eigenheiten und überschreiten zugleich den klassischen Bildträger.

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Lilly Marie Braatz (*1998) ist in München aufgewachsen. Sie hat an der Bauhaus-Universität Weimar bei Jana Gunstheimer und Björn Dahlem Freie Kunst studiert und im Januar 2026 ihre Diplomarbeit absolviert.

2024 verbrachte sie ein Auslandssemester in Cluj Napoca, Rumänien. Ausstellungen u. a. im Jenaer Kunstverein, Kunstraum und Kunsthaus Potsdam und im Schillermuseum Weimar begleiteten ihr künstlerische Laufbahn. In ihrer vorwiegend malerischen und zeichnerischen Arbeit erforscht sie Zwischenmomente – Augenblicke des Stillstands, Unklaren und Vorläufigen.

02.03.2026 - 16.03.2026

11m3 Projektraum wird finanziert durch die Unterstützung von: